BKG – Kunstfenster K.Juretko und E.Blank-Hasselwander

Die Fortsetzung der Begegnung, die zwischen Krzysztof Juretko und Ellen Blank-Hasselwander 2018 und 2019 stattgefunden hat und mit einer Ausstellung in dem BKG Studio erfolgte, wurde zum Anlass genommen sich mit der eingeschränkten Situation im Jahre 2020 durch Pandemie-Zeit künstlerisch weiter auseinanderzusetzen.

Die Pandemie-Zeit und die Einschränkung der zwischenmenschlichen Begegnungen waren Anlass, um zu erfahren, wie man anders als sonst mit Begegnungen umgeht und wie ein künstlerischer Austausch auch in der Zeit von Corona stattfinden kann.
Was genau aus der geplanten Zusammenarbeit bei diesem Projekt herauskommen würde, war am Anfang nicht ersichtlich. Geplant war die Zusammenarbeit zweier Künstler, Ellen Blank-Hasselwander und Krzysztof Juretko , an gemeinsamen zeichnerisch malerischen Arbeiten gerade in dieser sonderbaren Zeit, in der Kontakt eher gemieden wird.

Deshalb war es für uns besonders spannend, reale fotografische Abbildungen des geschlossenen Umfeldes mit einer befreiten zeichnerisch malerischen Umsetzung von abstrahierten Formen, in Verbindung zu bringen. Sich auf die fotografische Oberfläche und zum Teil auch in das Fotomaterial hinein zu arbeiten, mit unterschiedlichen technischen Mitteln, wie u.a. mit Neopastel-Kreiden, eröffnete erstaunliche Möglichkeiten grafischer und malerischer Erscheinung, die keiner der beiden Künstler vorher so erwartet hat.
Der ständige Wechsel und die Arbeit mit dem Kontrast zwischen Konkretion/Abstraktion/Konkretion hat überraschende Ergebnisse geliefert.

Peter Caspary – Schattenspur

 

Schattenspur

Bereits im Jahr 2004 gab es erste Überlegungen einen Klangkörper zu entwickeln der

relativ eigenständig experimentelle Tonfragmente erzeugen sollte. Verschiedene 

Metallsaiten und Klangstäbe (aus alten Uhren) wurden dabei auf einen Holzkasten 

montiert. Piezo-Tonabnehmer sorgten dafür, dass die entsprechenden  Frequenzen 

verstärkt über einen Amp oder einer PA klangstark wiedergegeben werden konnten. 

Im laufe der Jahre verfeinerte sich das Equipment. Scheibenwischermotoren kamen zum 

Einsatz. Je nach Platzierung zur Gesamtkonstruktion lassen sich fast schon percussive

Klangvariationen darstellen. Zur Performance gibt es nun auch Klänge die von einem

weiterentwickelten Daxophon stammen, einem von Hans Reichel erfundenem 

Streichinstrument aus den achtziger Jahren. 

Digital erzeugte Synthesizer Modulationen runden den frei gestalteten Klangkomplex ab 

und passen sich so insgesamt auch in der Abbildung entsprechender Malaktionen als 

eine Art „Schattenspur“ auf der Leinwand oder auf dem Papier als Ausdruck einer 

künstlerischen Auseinandersetzung  von Farbe und Ton (Farbtöne) an.

Schattenspuren entwickeln sich stetig weiter und verändern so unsere

Seh- und Hörgewohnheiten.

 

Peter Caspary, April, 2021

Kondolenz-Anzeige Barbara Liesenhoff-Puppel und Hilde Birkhölzer-Dehnert

 
 
 
Wir trauern um Barbara Liesenhoff-Puppel und Hilde Birkhölzer-Dehnert.

 

Nach einem langen Gesundheitskampf verließen uns zwei langjährige künstlerische Mitgliederinnen, Vertreterinnen einer Generation, die bleibende Spuren ihrer künstlerischen Tätigkeit hinterließen. In unserer Erinnerung bleiben: Barbara Liesenhoff- Puppel und ihre Spuren von skulpturalen Landschaften und darin verankerten Keramikstelen, Hilde Birkhölzer-Dehnert und ihre Räume voller Installationen von Zeichnungen mit einem starken Gestus kontrastierender Formen.